Montag, 5. Juli 2010

Go West, Young Man!

Der Sommer in Österreich war ja in den ersten Monaten bis auf wenige Ausnahmen eher bescheiden. Was uns auf der Fahrt von Los Angeles nach Las Vegas temperaturmäßig geboten wurde, hat das aber alles wieder wettgemacht. Die Strecke ist ca. 265 Meilen, also ungefähr 400 km lang, führt durch eine teilweise äußerst seltsam anmutende Landschaft von knapp Meeresniveau auf 1200 Meter hinauf und dann auf der anderen Seite der Hochebene wieder hinunter.

Auf 2/3 der Strecke gibt es eine Raststation bei der wir Halt machten und dabei das erste Mal nach Los Angeles das klimatisierte Auto verließen. Die Temperatur und der trockene Wind trafen uns wie ein Hammer. So muss sich ein Fertigbackbrötchen in einem Heißluftherd fühlen! Wir wären fast geneigt gewesen, uns das österreichische Regenwetter zurückzuwünschen, aber da man ja mit seinen Wünschen vorsichtig sein soll, haben wir das dann doch gelassen.
Nach ungefähr 5 Stunden Fahrzeit (schade dass man auf den tollen Straßen nicht schneller fahren darf als 70 Meilen/Stunde, also ungefähr 110 km/h) kamen wir dann in Las Vegas an, verstauten unsere Sachen in unserem Zimmer und warfen uns in einen der Pools des "Cesars Palace"...irgendwie dekadent...aber geil... :)

Am Abend sind wir dann noch ein wenig herumflaniert, haben was gegessen (eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub) und sind dann schlafen gegangen...

P.S.: Ja, das ist ein Staubkörnchen am Sensor meiner Kamera, ist mir leider erst am Abend aufgefallen.... :(

Samstag, 3. Juli 2010

Wenn einer eine Reise tut...

...dann kann er was erzählen. So sagt man im Allgemeinen. Ich kann schon was erzählen, bevor die Reise überhaupt richtig angefangen hat!
Die beste Ehefrau von allen ist ja eine Meisterin im Organisieren. Im Falle eines Urlaubs bedeutet das, dass jede Information, die für die Reise notwendig oder auch nur im entferntesten interessant sein könnte, bereits mehrfach überprüft und gecheckt wurde. Sie verlässt sich auch nicht darauf, dass irgendwelche Daten ohnehin im Internet abrufbar wären, jeder Wissensschnipsel, der im Urlaub notwendig sein könnte, wird ausgedruckt und in einer eigenen Mappe abgelegt: Stadtpläne und Landkarten, Flugbuchungen, Hotel- und Mietwagenreservierungen, Kopien aller Reisepässe, im Voraus gebuchte Eintrittskarten, Versicherungsbestätigungen und Visa.
Besonders bei letzerem war meine geliebte Gattin besonders vorsichtig. Da unsere Kinder neue Reisepässe haben, hat sie sogar auf der amerikanischen Botschaft angerufen, um sich zu erkundigen, ob wir neue Visa benötigen. Wir waren ja letztes Jahr im April schon mal in den Staaten und die damals online ausgefüllten Visum-Anträge gelten zwei Jahre. Weil unsere Sprösslinge aber neue Pässe haben, mussten diese beiden Visa neu beantragen. Unsere nicht. Gelten ja noch ein Jahr. Dachten wir.

Am Donnerstag wurden wir vom Taxi am Flughafen abgesetzt, gaben unsere Koffer auf, nahmen noch ein gemütliches Frühstück ein (wir haben ja noch jede Menge Zeit), machten einen kurzen Besuch in einem Buchgeschäft (wir haben immer noch genug Zeit) und machten uns dann, knapp 45 Minuten vor Abflug auf den Weg zum Gate (jetzt wird’s dann langsam dringlich). Dort wurden wir erst mal vom netten Herrn nach unserer ersten Adresse in den USA gefragt, alles kein Problem, meine Frau hat ja alles griffbereit in der Urlaubsmappe. Nach einigen verzweifelten Versuchen, uns einzubuchen, verwies er uns an den Supervisor, weil es offenbar ein Problem mit unseren Visa gab. Nicht mit denen von den Kindern, nein mit unseren. Die waren nämlich nicht gültig. Der Herr Supervisor versuchte dann auch noch mal sein Glück, allerdings ebenfalls erfolglos. In der Zwischenzeit waren es nur noch knapp 25 Minuten bis zum geplanten Abflugszeitpunkt und wir waren immer noch nicht durch den Security-Check. 20 Minuten vor dem Abflug meinte der Supervisor dann nach weiteren Versuchen und Telefonaten, wir hätten nur die Möglichkeit, nochmal über das Internet das Visum zu beantragen, damit er uns durchlassen könne. O.K., alles kein Problem, wir sind ja aus der „Generation Internet“ (na ja, fast) und somit immer online (na ja, fast). Ich musste nur meinen Rechner aufdrehen, mich ins Internet verbinden, auf die Seite der amerikanischen Botschaft gehen und die Visa neu beantragen. Schon der erste Punkt dauerte knapp sehs Minuten und wenn man nur noch 20 Minuten bis zum Start hat, kommen die einem erschreckend lang vor.
Nachdem der Rechner dann endlich hochgefahren und einsatzbereit war, konnten wir endlich die Visa neu beantragen. Der nächste Schock traf uns dann, als die Webseite nach der Eingabe meiner Daten die Meldung „Mit diesem Reisepass ist eine Einreise in die USA nicht möglich!“ ausspuckte. In meinem Kopf spielte ich schon die Szenarien durch, mit denen ich einen neuen Reisepass erhalten könnte und meiner Familie drei oder vier Tage später nachreisen würde. Die schnell hinzugezogene Chefin vom Supervisor (ist das dann ein Super-Supervisor oder ein Hypervisor oder wie nennt man sowas?) blieb aber ganz cool und machte mich auf einen Tippfehler aufmerksam. Wie heißt’s so schön: Kaum macht man es richtig, funktioniert‘s auch schon! Einreisegenehmigung erteilt! Schnell noch mal das selbe bei meiner Frau (inklusive dem selben Tippfehler, aber wer kann einem das 10 Minuten vor dem Take-Off verübeln?), dann war’s soweit, wir bekamen unsere Bordingpässe und durften durch den Security-Check. Beim Boarding dann das nächste Problem, das System meinte bei meiner Frau, es läge wohl eine DOppelbuchung vor, sie durfte nach einigem Hin und Her aber trotzdem einsteigen. Des Rätsels Lösung war, dass der Herr am Schalter sich offenbar durch die Ähnlichkeit der Vornamen meiner besseren Hälfte und mir (Michaela/Michael) verwirren ließ und zwar korrekterweise vier Tickets ausstellte, je einmal für Philipp und Iris allerdings zwei Tickets für mich. Bevor jemand halblustige Kommentare abgeben möchte: Ich gebe zu, dass ich ein wenig abnehmen könnte, ich passe aber auch in der Economy-Klasse immer noch in einen Sitz, daher reicht mir auch ein Ticket!
Ein Stuart stellte dann erstaunt fest, dass wir doch vier Personen seien und konnte diesen Zustand auch im System nachziehen. Er meinte, dass sie ohne gültiges Ticket eigentlich gar nicht in den Flieger hätte gelassen werden dürfen aber da wir bereits vorausgegangen waren, hätte meine Göttergattin ohnehin niemand abhalten können, uns zu folgen.
Nachdem wir also alle an Bord waren, konnte es endlich losgehen. Im Bild ist Grönland zu sehen, dass offenbar überhaupt nicht so grün ist, wie der Name einen glauben lassen möchte...

In New York gab's dann die nächste Überaschung bei den Zoll- und Einreiseformalitäten. Zur Abwechslung aber eine positive. So einfach und schnell wie dieses Mal habe ich diesen Vorgang überhaupt noch nicht erlebt. Innerhalb von 15 Minuten hatten wir unsere Koffer vom Band geholt und waren auch schon durch alle Stationen durch, ein absoluter Rekord für uns...letztes Jahr in Miami waren es knapp 2 ½ Stunden...
Nach dem Anschlussflug nach Los Angeles, bei dem ebenfalls alles reibungslos klappte, landeten wir nach insgesamt 17 Stunden an unserem ersten Zielort. Noch schnell den Mietwagen abgeholt, ins Hotel gefahren, beim Burger King ein vorzügliches Abendessen eingenommen, einen schnellen Margarita in der Hotelbar und das war’s dann...ab ins Bett. Inzwischen war’s dann schon knapp Mitternacht, d.h. nach österreichischer Zeitrechnung kurz vor neun Uhr am Vormittag...da darf man schon ein wenig müde sein...

Montag, 28. Juni 2010

Dings...

Kennt jemand solche oder so ähnliche Dialoge? Ich hab' mich heute mit einem Freund unterhalten und offenbar ist das etwas, das in unserem Kulturkreis jeder schon mal erlebt hat...

Letztens habe ich den Dings in einem Film gesehen.
Wen?
Na, den einen Schauspieler, der mit der Dings, wie heißt denn die, in dem einen Film gespielt hat...
Welcher Film?
Na, der Dings halt...weiß eh...gibt ja nicht so viele, wo die beide mitspielen.
Nein, weiß ich nicht...
Er schaut immer so komisch und sie ist so eine...so eine halt...
???
Na, jetzt sag' schon, der eine, der immer so irre Typen spielt...
Jack Nicholson?
Nein! Nicht der! Der sieht ihm ja überhaupt nicht ähnlich.
Ich weiß ja auch nicht, wen Du meinst.
Na geh! Der...wie heißt denn der...
Keine Ahnung. Ist ja egal, was war mit dem?
Der hat in einem Film gespielt.
Und?
Nix und. Ich dachte Du magst den Schauspieler.
Wenn ich wüsste, von wem Du redest, wär's einfacher.
Sei nicht immer so schnippisch...wie heißt der bloß? Mir liegt's auf der Zunge.
Wie hat denn der Film geheißen?
Keine Ahnung, ich dachte, Du wüsstest das vielleicht.
...





Schall und Rauch...Teil 3 (Asterion)

Das ist ja schon ein Klassiker. Wie er zu Stande kommt, ist mir in manchen Fällen aber trotzdem ein absolutes Rätsel. Wenn ich nämlich z.B. per Mail bestelle, schreibe ich üblicherweise meinen Namen schon eher richtig...
Irgendwo am Weg der Verarbeitung der Daten ist aber dann offenbar jemand am Werk, der dann statt dem "u" ein "n" liest, was an und für sich nur geschehen kann, wenn jemand zuvor den Namen handschriftlich aus dem Mail übertragen hat...warum nur?

Freitag, 25. Juni 2010

Schall und Rauch...Teil 2 (Asterloh)

Unsere Postlerin hat offenbar eine sehr kreative Ader...oder sie hat's einfach abgeschrieben...

Sonntag, 20. Juni 2010

Schall und Rauch...Teil 1 (Astarux)

Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch...irgendwie ist es aber dann doch seltsam, wenn man seinen eigenen Namen zum wiederholten Male vollkommen verdreht liest. Nach dem jüngsten Zuwachs in der Familie der eigenwilligen Schreibweisen habe ich mich entschlossen, dem Rechnung zu tragen und wirklich eine Sammlung zu beginnen...mal sehen, was da im Laufe der Zeit so alles zusammenkommt.

Hier also eine Tischreservierung vom Gasthaus am Michelberg (dafür sind die Spareribs dort sagenhaft):

Sonntag, 13. Juni 2010

Von Viren und anderen Schädlingen...

Ich muss das jetzt einfach loswerden, sonst platze ich!
Vor ein paar Monaten habe ich mir einen neuen Notebook zugelegt, bei dem eine Testversion der Anti-Virus-Software von McAfee dabei war. Ich hatte in der Vergangenheit zwar keine wirklich tollen Erfahrungen mit McAfee gemacht, hab' mir aber gedacht, ich gebe den Burschen noch mal eine Chance.
Jeder, der auch nur einen Fuß vor die elektronische Haustür ins Internet setzt, weiß, dass man ohne Virusschutz (und Spamfilter und Phishing-Schutz und Firewall und was weiß noch alles) so gefährdet ist, wie ein Sex-Tourist in Nigeria und deshalb schien mir McAfee so gut geeignet wie die Software jedes anderen Herstellers. Nach einiger Zeit bemerkte ich aber, dass sich am Ressourcenhunger des Virenscanners in den letzten drei Jahren nichts geändert hat, gefühlsmäßig ist es eher schlechter geworden, deshalb habe ich dieses Virus-Rundum-Sorglos-Software-Paket de- und was anderes installiert.
Vor ca. einem Monat hab' ich dann eine Mail von McAfee bekommen, dass mein Abo automatisch verlängert wurde (wusste gar nicht, dass ich eines hatte, aber das kann auch an fortgeschrittenem Alzheimer liegen) und dass mir die 93,85 € von meiner Kreditkarte abgebucht werden. Sollte ich das nicht wünschen, hätte ich 60 Tage Zeit, dieses Abo zu stornieren.


Wenn Sie Ihr Abonnement aus einem beliebigen Grund stornieren möchten, kann Ihnen McAfee nur dann eine vollständige Erstattung des Kaufpreises gewähren, wenn die Stornierung innerhalb von 60 Tagen nach dieser Erneuerungsbestätigung erfolgt.

Um sich mit dem McAfee-Kundendienst in Verbindung zu setzen, besuchen Sie die Seite www.mcafeehelp.com, und wählen Sie Ihr Land oder Ihre Sprache aus.

Na gut, auch kein Problem, dachte ich mir...dann ging's aber erst los: Nach einiger Suche habe ich auf der McAfee-Webseite den Punkt gefunden, wo einem erklärt wird, wie man eine Stornierung vornehmen kann:


Was fällt einem geübten Internetter auf? Richtig! wo "hier" steht, befindet sich kein Link...
Ok, nicht weiter schlimm, die Überschrift ist ja ein Link...mal dort probieren...
Bingo! Es funktioniert! Die Seite wird angezeigt und es findet sich auch ein Punkt zum Stornieren der automatischen Verlängerung.


Und tatsächlich, "Klicken Sie hier" ist ein Link und der führt mich...TADDAA...ins elektronische Nirvana:


Na gut, nachdem ich dazu neige, den Fehler immer erst bei mir zu suchen, denke ich mir, dass es möglicherweise am meinem Browser liegt (ich verwende Chrome), also teste ich die selbe Seite mit dem Internet Explorer, Firefox, Mozilla, Opera und sogar mit Safari...alles mit dem selben Ergebnis: Der Link, mit dem man das Abo stornieren kann, führt nirgenwo hin.

Was mache ich also? Ich schreibe ein Email, indem ich McAfee auf den Fehler hinweise und meinen Stornierungswunsch deponiere. Als ich nach zwei Wochen immer noch keine Antwort bekomme, melde ich mein Problem nochmals über eine Online-Meldestelle, darauf bekomme ich auch tatsächlich schon nach kurzer Zeit eine automatisch generierte Antwort, dass meine Anfrage aufgenommen worden sei. Jetzt ist das schon wieder zwei Wochen her und es hat sich immer noch niemand bei mir gerührt. Dafür habe ich am Freitag die Kreditkartenabrechnung bekommen, auf der der Betrag schon abgebucht ist.
Ich hab' das jetzt mal an Visa gemeldet, die sollen mir den Betrag zurückbuchen...das ist vermutlich einfacher...

Warum ich nicht einfach angerufen habe? Hab' ich ja versucht, aber nach einer Viertelstunde in der Warteschleife entnervt das Handtuch geworfen...ich muss schließlich auch mal was arbeiten...

Mal sehen, wie die Sache jetzt weitergeht...ich halte Euch am Laufenden...eines ist aber sicher, dies war die letzte Chance die McAfee bekommen hat, DER Hersteller kommt mir nicht mehr ins Haus!


Update (19.06.2010)
Ich hab' gestern eine Antwort bekommen. Allerdings nicht von McAfee, sondern von Visa. Die haben mit den Virus-Jungs Kontakt aufgenommen und wurden darüber informiert, dass das Abo per Internet bestätigt wurde. Davon, dass ich ganz im Gegenteil versucht habe, das Abo zu stornieren, wissen die offenbar nichts. Ich hab' also gestern eine Mail an McAfee gesendet und um Klärung der Sachlage gebeten....mal sehen, ob dabei was herauskommt...ich melde mich wieder... :)



Update (25.06.2010)
Sowas aber auch...jetzt hab' ich doch glatt eine Antwort von McAfee bekommen...und noch dazu eine positive! Die Stornierung wurde anerkannt und der Betrag wird innerhalb von zehn Tagen meinem Konto wieder gutgeschrieben. Das freut mich jetzt aber wirklich. Ist also doch kein Krimi aus der Gattung "Film Noir" geworden sondern einer mit Happy End...
P.S.: Der Link zur Information über's Stornieren funktioniert übrigens immer noch nicht...

Montag, 7. Juni 2010

Kleine Torte, viele Worte...

Ich wünsch' mir zum Geburtstag...
Einen Vorderzahn?
Nein, eine Molotov-Torte, Du weißt schon, mit Biskotten und Rum...
Du meinst eine Malakoff-Torte?
Malakoff? Das ist doch der bärtige russische Sänger...Ivan Malakoff...
Der, mein Freund, heißt Rebroff und war in Wirklichkeit Deutscher.
Unsinn, Rebroff ist der holländische Maler, der das berühmte Aquavit "Das Nachtmahl" geschaffen hat.
Mit Dir kann man sich aber auch nicht vernünftig unterhalten, der Maler heißt Rembrandt und das Bild heißt "Die Nachtwache". Was Du meinst ist außerdem kein Aquavit, sondern ein Aquarell, und das Bild ist obendrein ein Ölgemälde...
Aquarell? So'n Quatsch, das ist so ein roter Kristall...
Pffff....Du meinst Aquamarin? Der ist blau. Rot ist ein Rubin...
Mann, sind wir heute wieder neunmalklug. Ein Rubin ist ein jüdischer Gelehrter.
Rabbi! Rabbi heißt der....
Da muss ich Dir jetzt aber wirklich widersprechen, das war mal ein Auto in der DDR.
Schön langsam fange ich an, an Deinem Verstand zu zweifeln....das ist ein Trabbi...das ist die Abkürzung von Trabant.
Ja ja...immer alles besser wissen wollen...Christine Trabant war eine Schriftstellerin aus Kärnten.
Die, mein Bester, hieß Lavant.
Quatsch, Lavant ist das, was aus einem Vulkan herausströmt.
LAVA! Das ist Lava!
Das wiederum ist eine Fehlinformation deinerseits...Lava ist eine Programmiersprache.
Ich halte das nicht mehr aus...was Du da meinst, ist Java.
Wie die Insel?
Oder der Kaffee!
Kaffee ist da auch drin...
Wo?
In der Molotov-Torte.
...

Dienstag, 1. Juni 2010

Wenn einer eine Reise tut, ...

...dann kann er was erzählen.
Und ob ich das kann. In meinem letzten Artikel hatte ich ja bereits angekündigt, dass ich mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar eine größere Wanderung vor habe. Sollte eigentlich drei Tage dauern und am Jakobsweg von Mikulov (CZ) nach Haselbach führen. Knapp 95 km in drei Tagen. Hätte eigentlich zu schaffen sein sollen, wir haben aber bereits nach dem ersten Tag das Handtuch geworfen und ließen uns von Poysdorf abholen. Immerhin sind wir knapp 30km gegangen, danach waren wir aber mit unserer Wanderlust am Ende.
Beim Film "Der Herr der Ringe" waren die Hauptfiguren ja eine ganze Zeit lang zu Fuß durch die Wälder unterwegs und damals hatte ich große Lust, mich ebenfalls per Pedes durch die Botanik zu schlagen. Warum die Hobbits es so lange ausgehalten haben und sich nicht schon am zweiten Tag vom Gasthaus zum tanzenden Pony per Pferdewagen zurück ins Auenland bringen ließen, ist mir jetzt allerdings auch klar: Die hatten keine Schuhe an!
Wenn vier Personen nach 30 Kilometer in Summe knapp 20 Blasen und fünf blaue und zum Teil abgelöste Zehennägel davontragen, kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Schuhwerk eher nicht wie angegossen gepasst hat.
Dabei hat die Reise so gut begonnen...am Ausgangspunkt waren wir noch so guter Hoffnung und voller Tatendrang...
...der auch nach dem ersten Drittel noch ungebrochen war...
...und uns in solch berühmte Städte führte:
Nach der ersten längeren Rast in Falkenstein, wohin wir uns während eines Wolkenbruchs fast eine Stunde ins Cafe "Siebenschläfer" geflüchtet hatten, war aber dann irgendwie ein Einbruch unseres Kampfgeistes festzustellen.Die letzten 10 km nach Poysdorf, unserem Etappenziel, ging's dann stetig bergab. Leider nicht mit der Straße, sondern lediglich mit uns...der Rest ist dann ja wohl schon bekannt...

Wir sind uns allerdings einig, dass wir dieses Experiment mit besseren Wanderschuhen noch mal wiederholen...ich melde mich dann wieder... :)

Freitag, 21. Mai 2010

I'm singing in the rain, just singing in the rain...

Mal sehen. Wann bin ich das letzte Mal zu Fuß eine längere Strecke gegangen? Also mehr als die paar Kilometer von uns zum Goldenen Bründl auf ein Mittagessen. Bundesheer? Fehlanzeige! Dort hatte ich mir leider genau einen Tag vor dem 120 km-Marsch einen Virus eingefangen und daraufhin die vier Tage im Lazarett verbracht. Mit Zwieback und Schwarztee. Kulinarisch gesehen nicht unbedingt eine Offenbarung, aber immer noch besser als vier Tage mit einem großen Rucksack und einem Gewehr durch die Gegend zu hirschen und Krieg zu spielen. Das letzte Mal, als ich mehr als zehn Kilometer auf einmal gegangen bin, war ungefähr vor 36 Jahren auf einem Volksgeländemarsch. Das waren damals 30 km und ich kann mich daran erinnern, dass ich sogar eine Medaille dafür bekommen hab. Sollte doch also kein Problem sein, diese Übung jetzt noch mal zu wiederholen. An drei aufeinanderfolgenden Tagen. 
Morgen ist es soweit. Meine Frau, ein befreundetes Ehepaar und ich fahren nach Mikulov in Tschechien und gehen einen Teil des Jakobswegs. Dieser Teil wurde vor ca. einem Monat eröffnet und führt knapp zwei Kilometer an unserem Haus vorbei. Da werden wir dann auch stoppen und nicht gleich die restlichen 2900 Kilometer nach Santiago de Compostella weiterspazieren...ich muss am Dienstag schließlich wieder arbeiten...
Es hat zwar heute noch wie aus Kübeln gegossen und auch die letzten Tage waren alles andere als niederschlagsarm aber wir hoffen das beste. Und wenn es entgegen der Wetterprognose trotzdem regnen sollte, kann ich es immer noch wie Gene Kelly halten und durch die Pfützen tanzen...