Es ist also wieder einmal soweit, ich mache Urlaub! Nur damit da keine Missverständnisse entstehen, ich war zwar heuer schon zwei Mal in Kalifornien, allerdings habe ich da die meiste Zeit gearbeitet und mir erst am späteren Nachmittag "frei genommen". Wozu war ich dann überhaupt dort? Nunja, meine Kinder haben in Santa Barbara ein Auslandssemester gemacht und meine Frau hat sie begleitet und am College Englisch belegt. Ich bin am Anfang mitgekommen, um unsere temporäre Bleibe einzurichten (naja, nicht wirklich einzurichten, eher ein wenig zu "pimpen") und hab meine Lieben dann nach zwei Monaten besucht.
Jetzt fliege ich wieder hin (ich schreibe dies auf dem Weg nach London), wir alle machen gemeinsam Urlaub und dann geht's wieder in die Heimat...
Gestern hab ich einen Versuch durchgeführt: ich wollte den Koffer so spät wie möglich packen, ohne etwas zu vergessen. Ich hab dann also erst um 23:30 begonnen, meine Sachen einzupacken, mal sehen, ob ich alles habe...ich werde euch am Laufenden halten...
Als ich dann endlich ins Bett gegangen bin (es gab noch ein paar Mails zu erledigen) war es dann 01:30, der Wecker läutete um 04:00 und dementsprechend ausgeschlafen war ich auch. Das hat sich dann so geäußert, dass ich noch vor dem Abheben des Fliegers nach London schon eingeschlafen war und zum Glück gerade noch rechtzeitig fürs Frühstück wieder aufgewacht bin...
Jetzt werde ich allerdings schon wieder ein wenig müde und werde wohl noch ein Weilchen schlafen...
...ein Weilchen war dann doch der Rest der Strecke, munter geworden bin ich erst, als der Pilot durchgesagt hat, dass wir uns im Landeanflug befinden...selten so schnell in London gewesen... :)
Ankunft Terminal 2, Abflug Terminal 5. Das bedeutet eine kleine Busfahrt, die ein wenig an einen Thrill-Ride in einem Rollercoaster erinnert. Außerdem fahren die Briten immer noch auf der falschen Seite...
Nach der Sicherheitskontrolle, bei der ich Gottlob nicht meine Schuhe ausziehen musste, gibts reichlich Gelegenheit zum Shopping...oder für ein ausgiebiges englisches Frühstück. Eine Regel beim Reisen lautet, dass man immer, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, essen soll...man weiß nie, wann man das nächste Mal dazukommt. Diese Regel ist zwar vermutlich noch aus der Zeit, als man mit Kutschen unterwegs war, aber nur weil sie alt ist, muss sie ja nicht unbedingt schlecht sein, oder...? :)
Speck, Bohnen, Würstchen, Scambled Egg, Hash-Browns, eine halbe heiße Tomate (sollte eigentlich gegrillt sein), ein Schwammerl (wääähhhh), eine Scheibe Toast, Butter und Marmelade...Herz, was willst du mehr? Normalerweise nicht unbedingt meine erste Wahl, aber in Großbritannien ist das total ok...
Was nach dem Einsteigen so alles passiert ist, kann ich nicht sagen, weil ich ungefähr 5 Minuten, nachdem ich mich auf meinen Platz gesetzt habe, eingeschlafen bin und erst wieder munter wurde, als das Frühstück serviert worden ist...wie gesagt, man soll keine Gelegenheit auslassen, wenn man was zu Essen bekommen kann...
Im Flieger nach L.A. hab ich einerseits Glück mit meinen Sitznachbarn gehabt (keine kleinen Kinder, nicht übergewichtig, keine Dauerplauderer, keine unangenehmen Körpergerüche) andererseits waren sie aber an einer Konversation überhaupt nicht interessiert und das ist dann auch irgendwie fad...
Ich hab mir also in Ermangelung interessanter Gespräche drei Filme angesehen und ein wenig geschlafen. Das Essen war der British Airways entsprechend: Geschmacklos und total weichgekocht...aber sonst sehr gut... :)
Den Rest des Fluges hab ich dann mehr oder weniger verschlafen, bin erst aufgewacht, als wir mit 45 Minuten Verspätung gelandet waren.
120 Leute vor drei offenen Schaltern bei der Bordercontrol, aber wenigstens war nach der Stunde Wartezeit der Koffer schon da, schnell durch den Zoll und nach einer Viertelstunde endlich beim Mietwagenverleih, wo die beste Ehefrau von allen schon auf mich wartete. Nachdem anzunehmen war, dass bei der Rückreise am Ende des Urlaubs mehr als vier Gepäckstücke im Kofferraum Platz finden würden müssen, haben wir uns für einen Chevrolet Tahoe entschieden, zählt allerdings immer noch nicht zu den großen Fahrzeugen auf der Straße...bei uns zu Hause würde man damit aber sicher schon keinen Parkplatz mehr finden...
Ungefähr 30 km vor Santa Barbara war dann allerdings mit der Reise Schluss, nachdem wir uns einen Platten eingefangen hatten. Nochmal eine Stunde auf einen Reparaturdienst warten, 10 Minuten Reifenwechsel und wir konnten unsere Reise fortsetzen...um halb zehn sind wird dann endlich angekommen. Schluss. Aus. Ende. Schlafen.
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Freitag, 3. Juni 2011
Montag, 17. Januar 2011
Papa - Allein zu Haus
1) Ich habe mich nicht mit meiner Familie gestritten und mich dann auf den Dachboden verzogen (geht schon in Ermangelung eines geheizten Dachbodens nicht, und in der Kälte, die es Anfang des Jahres gehabt hat, wäre ich vermutlich eher in den warmen Keller verschwunden)
2) Die Familie hat am Abreisetag nicht verschlafen und musste deshalb hektisch aufbrechen (wer den Wecker-Ton "Alarm" beim iPhone kennt, weiß, wovon ich spreche)
3) Bei Zählen der Familienmitglieder wäre es recht auffällig, wenn ich fehlen würde. Ich mache zwar von der Anzahl nur ein Viertel aus, der Massenanteil ist aber beträchtlich höher...)
4) Ich habe keinen seltsamen, unheimlichen Nachbarn (ich habe in Wirklichkeit überhaupt nicht viele Nachbarn)
5) Joe Pesci und Daniel Stern werden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht versuchen, bei mir einzubrechen (außerdem habe ich eine Alarmanlage, einen Wachhund und zwei Killer-Katzen...naja, zumindest eine von den beiden...)
6) Ich bin 5 mal so alt wie Kevin im Film (ob das jetzt gut ist oder nicht, kann ich aber nicht sagen)
Das einzige, das den Protagonisten des Films und mich verbindet ist die Tatsache, dass wir beide alleine zu Hause sind...seine Eltern sind allerdings schon am übernächsten Tag wieder aufgetaucht, meine Familie kommt erst im Juni wieder aus Amerika zurück...
Sonntag, 16. Januar 2011
Leaving on a jet plane
Eigentlich stammt das Lied aus der Feder von John Denver, aber die bekannteste Version ist vermutlich die von Peter, Paul and Mary. Für mich war es gestern, ach Quatsch, eigentlich schon vorgestern - die Zeitverschiebung bringt einen völlig durcheinander - Zeit, die Heimreise von Santa Barbara nach Wollmannsberg anzutreten. Kein schönes Gefühl, wenn man seine Familie zurücklassen muss...dabei weiß ich ganz genau, wann ich wiederkomme...
Manchmal hat man beim Fliegen Glück und einen interessanten Sitznachbarn. Bei einem der letzten Male bin ich neben Walter Hübner gesessen (kennt niemand, ist aber ein Experte, wenn es um Kometen geht, war gerade auf dem Weg zur "Planetary Defence Conference"...kennt auch niemand...), ein sehr angenehmer Geprächspartner, der sich mit der Stewardess der Air France auf Französisch, mit mir auf Deutsch und mit einer Frau vor uns auf Slowenisch unterhalten hat, einmal war unser Herr Bundespräsident im selben Flieger (natürlich nicht bei uns in der Holzklasse) und beim Rückflug aus New York vor zwei Jahren bin ich an der Silikone Pamela Anderson vorbeigestolpert...die war natürlich ebenfalls in der ersten Klasse unterwegs...
Manchmal hat man beim Fliegen Pech und sitzt neben oder in direkter Nachbarschaft zu Eltern mit einem oder wenn's ganz schlimm ist, mehreren Kleinkindern, die während des gesamten Fluges quengeln oder schreien...ich weiß schon, dass die Kleinen arm dran sind, wenn sie über 10 Stunden ruhig sitzen sollen, deshalb wird's aber für die Leute rundherum auch nicht besser...
Diesmal war's nicht ganz so schlimm, ich hatte als Sitznachbarn ein Ehepaar aus Kasachstan...zumindest sah er aus wie ein übergewichtiger Borat (inklusive Wuschelhaaren und überdimensionalem Schnauzer). Direkt neben mir saß seine Angetraute, die um die 130 kg auf die Waage gebracht haben dürfte und nur teilweise in den Sitz gepasst hat (was drübergestanden ist, war dann auf meinem Sitz). Die beiden waren als Gesprächspartner nur bedingt geeignet, denn einerseits ist mein Kasachisch ein wenig eingerostet und das Englisch der beiden war eher weniger verständlich, soweit ich das aus der Konversation mit der Stewardesse entnehmen konnte (Was haben die beiden in L.A. gemacht?) und andererseits haben sie ohnehin lockere 3/4 des Fluges geschlafen.
Das Essen an Bord der British Airways von Los Angeles nach London war so, wie man es sich von den Engländern vorstellt: Zerkochtes Rindfleisch mit geschmacklosem, in seiner Konsistenz an Tapetenkleister erinnerndem Kartoffelpüree und zerkochten, ungewürzten Erbsen und Karotten. Ich hab' mich dann auf die Semmel konzentriert und sogar die Nachspeise stehengelassen (irgendein undefinierbarer Teig mit kandierten Kirschen...).
Das "Frühstück" war dann sogar noch ungenießbarer, ich weiß überhaupt nicht, was das gewesen sein sollte, das ich da am Teller hatte. Ein kleines Packerl mit Rosinen (hä?), einen Vollkornkeks und ein...tja, wenn ich nur wüsste, was das war...irgendwie wie ein Stück Kuchen, aber eiskalt und von erschreckend klebrig-plastilinartiger Beschaffenheit...
Am Flug von Flug von London nach Wien durfte ich dann eine Premiere erleben: Ich hab' das Essen verschlafen! Das ist mir noch nie passiert. Normalerweise ist es so, dass ich in einen Flieger steige (oder einen Zug oder Bus) und sofort Hunger bekomme. Dabei ist es vollkommen egal, wie lange das letzte Essen her ist. In diesem Fall bin ich aber offenbar sofort nach dem Start eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als mein Sitznachbar den Tisch nach dem Essen wieder hochgeklappt hat. Soweit ich das aus den Resten bei den anderen Fluggästen erkennen konnte, gab's aber für die Economy-Klasse ohnehin nur Cracker, Erdnüsse und einen Kaffee oder Tee (letzerer ist bei der BA vermutlich besser als ersterer).
Wie dem auch sei, jetzt bin ich wieder zu Hause und meine Familie ist knappe 10.000 Kilometer weit entfernt...bin schon gespannt, wie ich das 66 Tage aushalten soll...
Ich glaube, ich such' meine "Best of Peter, Paul and Mary" und geh ein bisserl weinen...
| Los Angeles (zumindest ein kleiner Teil davon) |
Manchmal hat man beim Fliegen Pech und sitzt neben oder in direkter Nachbarschaft zu Eltern mit einem oder wenn's ganz schlimm ist, mehreren Kleinkindern, die während des gesamten Fluges quengeln oder schreien...ich weiß schon, dass die Kleinen arm dran sind, wenn sie über 10 Stunden ruhig sitzen sollen, deshalb wird's aber für die Leute rundherum auch nicht besser...
Diesmal war's nicht ganz so schlimm, ich hatte als Sitznachbarn ein Ehepaar aus Kasachstan...zumindest sah er aus wie ein übergewichtiger Borat (inklusive Wuschelhaaren und überdimensionalem Schnauzer). Direkt neben mir saß seine Angetraute, die um die 130 kg auf die Waage gebracht haben dürfte und nur teilweise in den Sitz gepasst hat (was drübergestanden ist, war dann auf meinem Sitz). Die beiden waren als Gesprächspartner nur bedingt geeignet, denn einerseits ist mein Kasachisch ein wenig eingerostet und das Englisch der beiden war eher weniger verständlich, soweit ich das aus der Konversation mit der Stewardesse entnehmen konnte (Was haben die beiden in L.A. gemacht?) und andererseits haben sie ohnehin lockere 3/4 des Fluges geschlafen.
Das Essen an Bord der British Airways von Los Angeles nach London war so, wie man es sich von den Engländern vorstellt: Zerkochtes Rindfleisch mit geschmacklosem, in seiner Konsistenz an Tapetenkleister erinnerndem Kartoffelpüree und zerkochten, ungewürzten Erbsen und Karotten. Ich hab' mich dann auf die Semmel konzentriert und sogar die Nachspeise stehengelassen (irgendein undefinierbarer Teig mit kandierten Kirschen...).
Das "Frühstück" war dann sogar noch ungenießbarer, ich weiß überhaupt nicht, was das gewesen sein sollte, das ich da am Teller hatte. Ein kleines Packerl mit Rosinen (hä?), einen Vollkornkeks und ein...tja, wenn ich nur wüsste, was das war...irgendwie wie ein Stück Kuchen, aber eiskalt und von erschreckend klebrig-plastilinartiger Beschaffenheit...
Am Flug von Flug von London nach Wien durfte ich dann eine Premiere erleben: Ich hab' das Essen verschlafen! Das ist mir noch nie passiert. Normalerweise ist es so, dass ich in einen Flieger steige (oder einen Zug oder Bus) und sofort Hunger bekomme. Dabei ist es vollkommen egal, wie lange das letzte Essen her ist. In diesem Fall bin ich aber offenbar sofort nach dem Start eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als mein Sitznachbar den Tisch nach dem Essen wieder hochgeklappt hat. Soweit ich das aus den Resten bei den anderen Fluggästen erkennen konnte, gab's aber für die Economy-Klasse ohnehin nur Cracker, Erdnüsse und einen Kaffee oder Tee (letzerer ist bei der BA vermutlich besser als ersterer).
Wie dem auch sei, jetzt bin ich wieder zu Hause und meine Familie ist knappe 10.000 Kilometer weit entfernt...bin schon gespannt, wie ich das 66 Tage aushalten soll...
| Meine drei Lieben am Stand von Santa Barbara |
Donnerstag, 13. Januar 2011
Abschied
Noch ist es nicht so weit, noch muss ich das sonnige Santa Barbara nicht gegen ein verregnetes. kaltes Wien eintauschen. Noch bin ich da. Und weil ich während meines Aufenthaltes jede Menge Zeit vor dem Computer verbracht habe, während draußen das herrlichste Wetter war, habe ich heute beschlossen, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Aus dem Spaziergang ist dann schon fast eine Wanderung geworden, aber es war einfach so schön, dass ich nicht wieder zum Schreibtisch zurückkehren wollte...
Hier ein paar Bildchens vom Weg:
Hier ein paar Bildchens vom Weg:
| Blick über Santa Barbara |
| Nettes Haus, nette Aussicht, nette Lage |
| Weniger von allem... |
| Schöne Pflanzen (keine Ahnung, ob ich Agaven schon mal blühen gesehen hab') |
| Wie die zum Mond geflogen sein sollen, ist mir ein Rätsel... |
| Schaut eigentlich nett aus...auf den gelben Schildern steht aber: If you can read this, you are in shooting distance... |
| ...offenbar hat nicht jeder gerne Besuch... |
| Noch eine schöne Blüte. Keine Ahnung, welche Pflanze das ist, aber die Farbe ist einfach ein Wahnsinn... |
| Selbstbildnis... :) |
Montag, 10. Januar 2011
Endlich geschafft!
Hallo Miteinander!
Ich darf Euch allen eine freudige Nachricht überbringen! Es gibt' kein Spam mehr! Ich hab' eben in einem Supermarkt in Santa Barbara alle Packungen mit Spam aufgekauft...auch die mit 25% weniger Salz...sicher ist sicher...
Ich weiß noch nicht, was ich mit dem ganzen Zeugs jetzt mache, vielleicht versende ich es ja einfach per Post...
Was ich mich allerdings schon frage: Wie bekommt man die Dinger in ein eMail?
Ich darf Euch allen eine freudige Nachricht überbringen! Es gibt' kein Spam mehr! Ich hab' eben in einem Supermarkt in Santa Barbara alle Packungen mit Spam aufgekauft...auch die mit 25% weniger Salz...sicher ist sicher...
Ich weiß noch nicht, was ich mit dem ganzen Zeugs jetzt mache, vielleicht versende ich es ja einfach per Post...
Was ich mich allerdings schon frage: Wie bekommt man die Dinger in ein eMail?
Sonntag, 2. Januar 2011
Ich geh' dann mal...
Was haben Sophie B. Hawkins, Albert Hammond, die Red Hot Chili Peppers, Beth Hart, Manfred Mann und noch viele andere Musiker gemeinsam? Sie haben alle Lieder über Kalifornien gesungen. Und dort fliegen wir morgen um 07:40 hin...mit einem kleinen Zwischenstopp in London. Ich hoffe nur, dass es morgen in Heathrow nicht wieder so ein Schneechaos gibt wie knapp vor Weihnachten, das wäre als Start für einen Urlaub eher weniger erbaulich...
Das Taxi kommt um 05:00, wir müssen also um 04:00 aufstehen...ich geh' jetzt schlafen...gute Nacht...
Das Taxi kommt um 05:00, wir müssen also um 04:00 aufstehen...ich geh' jetzt schlafen...gute Nacht...
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