Montag, 27. Februar 2012

Fastenzeit

Jaja...jedes Jahr wieder. Ich glaube zwar nicht an das ganze Brimborium, aber die Idee, dass man sich einmal im Jahr ein wenig einschränkt und in Verzicht übt, finde ich nicht so schlecht. Ich habe mir also überlegt, was ich bis Ostern weglassen könnte.

  • Internet
Es würde zwar dem Zeitgeist entsprechen, meinen Internetkonsum einzuschränken, aber das wäre irgendwie so, als ob jemand vor 100 Jahren zum Fasten das Lesen eingeschränkte hätte. Außerdem brauche ich das Internet zum Teil für meinen Job. Die Idee, z.B. nur auf Facebook zu verzichten, habe ich mir ganz kurz überlegt, allerdings würde ich dann überhaupt nicht mehr mitbekommen, was um mich herum vorgeht, weil ich ohnehin die meiste Zeit im Büro verbringe.
  • Arbeiten
Das wäre zwar grundsätzlich eine sehr verlockende Idee, allerdings sehe ich nicht, wie sich das ausgehen soll. Wenn man mehrere Projekte gleichzeitig hat, die ungefähr zur selben Zeit fertig werden müssen, dann ist es nicht wirklich ratsam, das Arbeitspensum einzuschränken und selbst wenn man es machen würde, müsste man sich dann nach der Fastenzeit mit noch mehr unerledigten Aufgaben herumschlagen.
  • Alkohol
Mein Alkoholkonsum ist ohnehin schon so niedrig, dass eine Einschränkung bedeuten würde, dass ich Alkohol nur noch in homöopathischen Dosen zu mir nehmen würde. Außerdem soll ein Glas Rotwein pro Tag sehr gesund für's Blutbild sein und Bier ist in der Fastenzeit ja ohnehin erlaubt, sonst hätten die Mönche es ja nicht erfunden.
  • Sex
Sicher nicht! :)
  • Essen
Naja...grundsätzlich wäre es schon aus gewichtstechnischen Überlegungen nicht unsinnig, die Essenszufuhr ein wenig einzuschränken, also habe ich mich dazu durchgerungen, bis Ostern kein Fleisch zu essen. Ein Freund hat gemeint, ich sollte die Fasterei nur auf "schweres Fleisch" beschränken, also keine Steaks, Leberkäse, Wiener Schnitzel oder ähnliches, dann stünde mir immer noch eine ganze Welt voll Wurst, Carpaccio und Fleischlaiberln zur Verfügung aber ich bin dann doch so rigoros und habe mich entschlossen, das jetzt durchzuziehen. Bis jetzt geht's ganz gut, mal sehen, ob ich es bis Ostern tatsächlich durchhalte oder ob sich mir nicht irgendwo ein Schweinsbraten in den Weg stellt und mich zum Duell auffordert...

Montag, 6. Februar 2012

Genaue Rechnung - Gute Freunde

Das obige Sprichwort wird vermutlich seine Richtigkeit haben, wiewohl ich nicht unbedingt konform gehe. Ich neige eher zu der Ansicht, dass sich in alles im Leben irgendwie ausgleicht, mal gibt man, mal nimmt man....außer man ist Politiker...da scheinen alle, egal welcher Fraktion, ihren Kopf so weit sie können, in den Honigtopf zu stecken und sich ihren (mit Sicherheit wohlverdienten) Anteil zu nehmen. Was genau die Gegenleistung ist, sei da jetzt mal dahingestellt...scheint wohl "Part of the game" zu sein, um einen (leider!!!) Landsmann von mir zu zitieren...
Egal, darum geht's hier nicht.
Ich war eben zum Essen und Arbeiten bei meinem Lieblingsitaliener in Oberpullendorf. Ich kenne zwar nur einen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es einen noch besseren geben kann. Jede einzelne Speise, die ich bis jetzt verkostet habe (und da war einiges dabei, von Cesar's Salad über Spaghetti Carbonara und Gemüse-Salat bis zur obligaten Pizza) war von ausgezeichneter Qualität und das Ambiente ist sehr schön, so richtig zum Wohlfühlen.
Was mir bei meinen Besuchen dort aufgefallen ist, stimmt mich allerdings nachdenklich. Ich habe viele Paare gesehen, die sich in unterschiedlichen Stadien des Kennenlernens befunden haben (von den ersten Annäherungsversuchen und cooler Teenager-Verliebtheit über die augenscheinliche Prelude zum One-Night-Stand bis zur langjährigen Beziehung) und was sie alle verbunden hat, war der Umstand, dass - wenn es ans Zahlen ging - meistens das Motto dieses Post beherzigt wurde. In den seltensten Fällen hat einer der beiden die Rechnung des anderen mit übernommen. Ist das jetzt so? Macht man das heutzutage nicht mehr, dass man sein Gegenüber einlädt? Bin ich altmodisch? Ich bin zwar schon seit fast zwei Jahrzehnten verheiratet und bei einem gemeinsamen Konto wäre es sowieso egal, wer die Rechnung zahlt, aber auch wenn ich mit Freunden unterwegs bin, zahlt mal der eine, mal der andere...im Endeffekt gleicht sich im Universum ja eh alles aus...